In diesem Jahr (2002) ging es für 2 Wochen in die Türkei. Ziel war Içmeler an der türkischen Ägäis im Südwesten der Türkei (Zielflughafen ist Dalaman). Dort hat man den ganzen Sommer über ein fast subtropisches aber trockenes Klima. Im August sind Temperaturen über 35 Grad, die aber durch den immer wehenden leichten Wind gut zu ertragen sind, die Regel.  Die Wassertemperatur liegt um die 26 Grad. Ideal also für einen entspannenden Strandurlaub. Aber auch das Hinterland hat eine Menge zu bieten. Das geht von den Kalkterassen von Pamukkale bis zu den historischen Städten von Ephesus bis Troja. Wassersportler kommen genau so auf ihre Kosten wie Kulturbegeisterte. Gerade dieser Teil des Landes hat eine Unzahl an kleinen verträumten Buchten mit glasklarem Wasser. Diese Buchten werden auf den so genannten "blauen Reisen"  gerne von Segelschiffen angefahren von aus denen man das herrliche Wasser genießen kann. Fast überall kann man Boote mieten, Jetski und Tretboot fahren. Paragliding gehört genau so zum Standart wie Bananaboat fahren.  Besonders spannend fand ich das Aufeinandertreffen von zwei völlig unterschiedlichen Kulturen. Auf der einen Seite das moderne Europa, das vom Tourismus erschlossen ist, auf der anderen Seite die traditionelle, moslemische Türkei. Viele verbinden die Türkei immer noch mit den Begriffen: Sultan, Haremsdamen, Bauchtanz und Volksfeste. Dies wird den Touristen an den verschiedenen "türkischen Abenden" auch immer wieder gerne gezeigt. Am Strand kann es vorkommen, dass Touristinnen sich topless zeigen, während ein paar Meter weiter eine Türkin mit Hose, Kleid und Mantel im Wasser steht. Ich halte das Oben-ohne-Baden in diesen Ländern nicht für so gelungen. In vielen Touristenorten wird es jedoch mittlerweile akzeptiert. Vor Jahren noch undenkbar. Man sollte jedoch nach meiner Meinung die Sitten, Gebräuche und den Glauben des Landes respektieren. Ein Highlight eines jeden Türkeiurlaubes ist für mich das Essen und Trinken. Die Speisen sind schmackhaft und sehr gut gewürzt. Die Vorspeisen vielfältig (ich hatte pro Abend ca. 16 verschiedene), die Nachspeisen süß und bunt. Der türkische Mocca ist genau so ein Muss wie der Tee und der Apfeltee. Man bekommt diese Getränke bei fast jeden Einkauf im Basar oder in den Geschäften kostenlos angeboten. Ein Zeichen der Gastfreundschaft, die in diesem Land groß geschrieben wird. Genauso wie das Feilschen. Wer den zuerst genannten Preis akzeptiert ist selber schuld. Ein Runterhandeln von 20 bis 50% ist fast immer möglich. Und wenn man mehr als ein Teil kauft, sind oft weitere Rabatte möglich. Ich kaufe mir meist die gesamte Sommergarderobe in der Türkei zusammen. Die Qualität von T-Shirts und Jeans ist ausgezeichnet. Kürzere Strecken legt man in der Türkei im Dolmusch zurück. Der Begriff bedeutet auf Türkisch »gefüllt«, und tatsächlich startet der Fahrer erst dann, wenn die meisten Sitzplätze besetzt sind. Die Fahrzeuge werden meist privat betrieben, die Preise sind wesentlich billiger als die der Taxis. Dolmusch halten überall auf Zuruf oder Handzeichen an. Die Fahrtziele werden auf einem Schild an der Windschutzscheibe angezeigt. Es gäbe noch unendlich viel zu schreiben aber dies soll es erst Mal gewesen sein. Alles in allem kann man in der Türkei einen vielseitigen und relativ preiswerten Urlaub verbringen. Etwas über meinen Urlaub könnt Ihr auf den folgenden Seiten erfahren.

weiter