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Meine Erlebnisse mit der T-Online
AG oder "Der angewählte Computer reagiert nicht aber es ist alles okay....."
(Sollten sich in meinem Bericht
Fehler oder sachliche Unrichtigkeiten eingeschlichen haben, bitte ich um eine
entsprechende Benachrichtigung, damit ich ggfs. korrigieren kann.)
Viele von uns sind ja mittlerweile
richtig internetsüchtig geworden. Stundenlang sitzen wir vor dem PC. Wir
lernen, informieren und unterhalten uns. Wir besuchen Webfreunde, arbeiten
an den Homepages und schreiben E-Mails. Wir laden Bilder, Programme, Musik
und Texte. Die unendlichen Weiten des Netzes sind mehr als nur ein Hobby
geworden. Und das merken wir jeden Tag aufs Neue. Und wehe die Verbindung
klappt mal nicht! Eine Katastrophe!
Dies ist
die Geschichte von einem Internetsüchtigen und einem Monopolisten. Es sind
nur Auszüge, die eigentliche Geschichte ist noch viel umfangreicher und
würde den Rahmen hier sprengen. Eigentlich waren es noch mehr Anrufe
meinerseits und immer die gleichen Auskünfte seitens der Telekom.
1. Akt
(September 2001)
Es begann alles im September
diesen Jahres. Eigentlich ein ganz normaler Abend. Ich habe mir aus
dem Büro ein paar E-Mails geschickt, die ich von zu hause beantworten wollte,
außerdem habe ich an meiner Webseite gearbeitet und wollte das
Ergebnis auf den Server laden. Und plötzlich, mitten in der Onlinesitzung:
"Verbindungsaufbau nicht möglich, der angewählte Computer reagiert nicht."
Na gut, eben ein Fehler in der Verbindung. Kein Problem, melde ich mich halt
noch mal an. Nichts passiert. "Der angewählte Computer reagiert nicht." Hm,
vielleicht stimmt die Konfiguration nicht. Besser alle Einstellungen mal
überprüfen. Nein, alles in Ordnung. Also die Hotline der Telekom anrufen.
0800-330190 gewählt. Besetzt. Noch einmal. Da, ein Freizeichen. Danach ca. 5
Minuten Warteschleife und schon habe ich einen netten Mann aus dem Callcenter an der Strippe. "Was haben Sie denn für ein Betriebssystem? Gehen
wir die DFÜ-Einstellungen und die Netzwerkeinstellungen einmal durch. Nach ca.
20 Minuten: "Es scheint alles in Ordnung zu sein. Rufen Sie doch mal die
DSL-Hotline an, vielleicht liegt es an der Leitung" Gesagt, getan. Nach 5
Versuchen endlich ein Freizeichen. Dann ein anderer Mann aus einem anderen Callcenter. "Gehen wir erst einmal auf Arbeitsplatz, DFÜ-Konfiguration...."
Moment!! Da war ich doch schon mal. Freundlich erkläre ich ihm, dass ich
dies alles schon mit dem Kollegen gemacht habe. "Dann liegt es wohl an der
Leitung, ich nehme den Fehler auf und gebe ihn nach Düsseldorf, dort sitzen
die Kollegen von der Technik, die prüfen die Leitung. Wir rufen zurück". Na
gut, ich warte erst mal das Ergebnis ab. Am nächsten Tag schalte ich gleich
nach dem Aufstehen den Rechner an, rufe den Explorer auf
und...
"Der angewählte Computer
reagiert nicht". Mist. Also im Laufe des Vormittag ein erneuter Anruf bei
der Hotline. Diesmal direkt die für's DSL. "Haben Sie schon mit der
Störungsstelle gesprochen? Vielleicht liegt der Fehler bei T-Online". Sicher
habe ich das, und zwar schon gestern. Es sollte von der Technik die Leitung
überprüft werden. "Ach so, na ich schau mal nach". ........ "Die Leitungen
sind in Ordnung, wir haben einen Port-Reset gemacht, es ist alles okay".
Prima! Nach Feierabend ab an den Rechner, den Explorer aufgerufen und..."
Der angewählte........" *grr* Neuer Anruf bei der DSL-Hotline. "Wir
haben keinen Fehler mehr, es ist alles okay". Ist es nicht! Also wieder die
Telekom-Hotline. Diesmal eine weibliche Stimme: "Wir haben keine
Störungsmeldung, es wurde ein Port-Reset gemacht, es ist alles okay." Hm,
wenn doch alles okay ist, warum komme ich dann nicht online? Versuche ich es
doch einfach einmal direkt bei der Technik Hotline. Komisch, beim ersten Versuch gleich
eine Verbindung: "Was haben Sie denn für ein Betriebssystem, ist der
DFÜ-Zugang richtig konfiguriert?" Ich muss dem jungen Mann leider ins Wort
fallen und schildere ihm mein Problem. Es ist alles in Ordnung aber ich
komme nicht online. Und siehe da:" Das Problem ist uns bekannt, in dem
Vorwahlbereich haben wir Serverprobleme, aber die Kollegen arbeiten daran:"
Na gut, ich kann eh nichts machen außer abwarten. Um die Sache abzukürzen:
Ich habe drei Tage abgewartet, in der Zeit ca. 10 verschiedene
Hotlinenummern gesammelt und ich kam immer noch nicht online.

Also ein erneuter Anruf, diesmal
unter der Technik- Hotline, die mittlerweile eine neue Rufnummer bekommen
hat. 01805-345345 (-,24 DM/min). Nach 10 Minuten Diskussion bekomme ich
endlich einen Techniker ans Ohr. Noch einmal gehen wir die komplette
Konfiguration des PCs durch, die Leitungen werden geprüft, es werden Resets
gemacht.... null Ergebnis. Der angewählte..., na Ihr kennt das ja schon. Der
Techniker ist ratlos. Ich auch. Also muss jemand rauskommen, vielleicht
liegt es an meinen Geräten. Das glaube ich zwar nicht, aber wenn es so ist
kostet der Techniker 100;--DM (mindestens). Am nächsten Morgen (Samstag)
klingelt es um 10:00 Uhr (also mitten in der Nacht). Ein Techniker der Telekom. Er schließt seinen
Laptop an und siehe da: Der angewählte Computer reagiert nicht. Dann
liegt es wohl an einem der Verteilerknoten. Ich bekomme sogar noch ein neues
Modem bevor der Techniker sich verabschiedet. Eine halbe Stunde später
meldet sich die Technik des Verknüpfungspunktes: "Wir haben alles gecheckt,
es ist alles okay. Stimmt denn Ihre Konfiguration?" Ich raste fast aus,
bemühe mich aber um einen ruhigen Ton. Der Techniker dreht sich wohl zu
einem Kollegen um, ich höre seine Stimme im Hintergrund: "Setz' doch mal den
Haken auf "Enabled". Und siehe da, es funktioniert. Endlich kam ich wieder
online!!!!
2. Akt
(Oktober 2001)
Hurra, 3 Wochen surfen ohne
Probleme, scheinbar haben die Leute von T-Online einen besseren Server
bekommen. Es
macht richtig Spaß bis...... "Der angewählte Computer reagiert nicht". Das
darf nicht wahr sein! Es ist der 24.10.2001. Anruf bei der Störungsstelle
(DSL): "Wir haben keine Fehlermeldung, es ist alles okay. Haben Sie schon
die Störungsstelle von T-Online angerufen?" Nein, das werde ich sofort
machen (mittlerweile wurden mehrere Hotlinenummern zusammengeschaltet, es
gibt nur noch eine: 0800-3302000) Aufgrund der Erfahrungen vom September
will ich sofort einen Techniker sprechen. Keine Chance. Ich komme nicht über
"Ebene 1" des Callcenters hinaus. Was haben Sie denn für ein Betriebssystem? Ich beiße fast
in den Hörer, halte aber tapfer durch. Die Störung wird aufgenommen und nach
Düsseldorf weiter geleitet. Ich soll noch die DSL-Hotline anrufen wegen
eines Port-Resets. Also wieder die DSL-Hotline: "Haben Sie schon mit der
Störungsstelle von T-Online gesprochen?" Grrr! Habe ich!!! Ich mache dies
dem Mann im Callcenter freundlich *beissdiezähnezusammen* klar. Der Reset
wird veranlasst. Ich rufe wieder die T-Online Hotline an (die Nummer kenne
ich auswendig!). Die versprechen mir, der Fehler sei bis zum nächsten Tag
behoben. War er nicht!!

Wieder ein Anruf bei der
Störungsstelle: "Wir haben Serverprobleme aber heute Nachmittag ist alles
okay". Ich bin gespannt. Und komme am späten Abend tatsächlich wieder
online. Aber am nächsten Morgen :-(( Ein Freitag (nein kein 13.), ich ahne Schlimmes. 0800-3302000, die magische Zahl. Und morgens um acht kommt man sogar sofort
durch. Die freundliche Dame meinte, ich hätte doch schon einmal angerufen. Einmal????
Man kennt mich wohl mittlerweile. Na
jedenfalls versteht sie meinen Ärger und gibt die Meldung mit Dringlichkeit
weiter. Ich will ja am Wochenende nicht wieder ohne Internetverbindung sein.
Und mit Dringlichkeit weiter gegeben! Das muss doch werden. Abends halte ich
meine Leitungen frei, es könnte ja jemand von der Hotline anrufen. Tut er aber nicht. Um
21:30 Uhr platzt mir der Kragen. Kennt Ihr schon die Nummer? 08003302000.
Richtig! Eine nette ruhige Stimme teilt mir mit, der Auftrag steht noch
unerledigt im Computer. Und da die Techniker jetzt Feierabend haben, würde
er wohl erst am nächsten Tag bearbeitet werden. Soviel zum Thema
Dringlichkeit. Den Samstag habe ich wieder in Gesellschaft der netten Damen
und Herren der verschiedenen Callcenter verbracht. Es wurden Leitungen
überprüft, Resets gemacht und alles war okay. Allerdings erst am Montag. Und
ich
erfuhr so nebenbei, es wurde auf einem angeblich neuen (!) Server eine neue Software
installiert. Nein, kein Windows-Betriebssystem! *gg* Diese Software sollte die
Serverprobleme weitgehend ausräumen. Es war also wieder kein Leitungsproblem
(die ja in Ordnung waren) sondern ein Fehler in der Vermittlungsstelle. Na ich bin gespannt.
3. Akt
(November 2001)
05.11.2001
Ratet, was
passiert ist. Na? Ich war wieder fast zwei Wochen ohne Probleme online. Und
jetzt: "Der angewählte Computer........" Anruf bei der geliebten
Störungsstelle. "Wir haben Probleme in Ihrem Vorwahlbereich aber wir
arbeiten daran" Die
Störung wird aufgenommen. Am nächsten Tag werde ich mich noch mal vergewissern.
06.11.2001
"Ja, der Techniker hat die Leitungen überprüft, es wurde ein erneuter Port-Reset gemacht,
es ist alles in Ordnung". Hoffnungsvoll setze ich mich nach
Feierabend vor den PC. Nichts, rien, nothing, nada. Obwohl doch alle Leitungen in
Ordnung sind und keine Störungen gemeldet wurden. Ich wähle noch mal die
berühmte Nummer. Minutenlang ist besetzt, endlich komme ich durch und...
werde aus der Leitung geworfen. Hat wohl einer einen falschen Knopf
gedrückt. Ein erneuter Versuch........ "Diese
Rufnummer ist von Ihrem Anschluss nicht erreichbar!!" Was soll
das denn jetzt? Noch mal...... ein drittes Mal... Immer die gleiche
Ansage. Aber ich habe ja noch eine Nummer, die von der DSL-Hotline. Ich
schildere dort mein Problem, der Kollege versucht mich weiter zu verbinden: "Da
ist besetzt, versuchen Sie es in einer Stunde noch mal". Mache ich. "Diese
Rufnummer ist von Ihrem Anschluss......." Klasse. Dann gibt es noch den Kundenservice für
Privatkunden. Die haben mich auch sofort mit der Störungsstelle weiter
verbunden. Dort erfahre ich, das mein Anschluss für die Hotlinenummer
gesperrt wurde weil ich während der Verbindung aus der Leitung geflogen
bin!! "Wenn die Verbindung steht und sich keiner meldet unterstellen wir,
dass uns jemand ärgern will und sperren den Anschluss!!" Ich glaube nicht,
was ich da höre. Jedenfalls war der Mann richtig nett, hat festgestellt die
Leitungen sind in Ordnung, es liegen keine Störungen vom Server vor.
Er hat jedoch meine Störungsmeldungen gesammelt ausgedruckt und wird sie der
Technik am nächsten Tag geben.
07.11.2001
Ich lasse mich überraschen. Und wieder der
Anruf der Technik: Es müsste alles okay sein. Wenn nicht soll ich doch mal
bei der Technik in Wesel zurückrufen. Mache ich doch glatt. Ein sehr nette Techniker
klärt mich darüber auf, dass die Fehlermeldung mittlerweile an irgendeinem
Baubezirk weiter gegeben wurde, warum auch immer. Das geht nämlich aus dem Vorgang nicht
hervor. Und dort nach fragen bringt nichts, dies würde nur den
Betriebsablauf stören. Die Kollegen im Baubezirk würden nur sagen: Die
Störung wird bearbeitet und die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Man könne
den Baubezirk auch sehr schlecht erreichen, ich soll doch bitte bis morgen
warten. Ach ja, und er wäre eigentlich gar nicht zuständig sondern die
Technikstelle in Duisburg. Und dann kam natürlich die Frage, ob es denn nicht doch an meinem Rechner
liegen könnte. *grrr* Bei der Gelegenheit erfahre ich, dass die Port-Resets
(ein Lieblingsthema der Hotline) nichts bringen :-)) Also schon wieder einige Tage offline! Es nervt.
08.11.2001
Anruf am
Vormittag bei der Telekom-Hotline: Der Auftrag ist abgeschlossen, es müsste
alles funktionieren. Komisch: Da steht "Fehlerhafte HVT, Sync-Lampe bleibt
rot." Wie können die einen Auftrag abschließen, wenn noch ein fehlerhafter
HVT besteht? (Was immer das sein mag) Es könnte allerdings auch ein Fehler
von T-Online (kostenpflichtige 0180er Hotline) sein. Interessant finde ich
die Aussage des Mannes im Callcenter der Telekom, der bereits am 05.11. von
der Technik eine Störungsmeldung erhalten hatte, dass das Backbonenetz
unterbrochen sei und TDSL damit nur eingeschränkt verfügbar. Es ist mit
Abbrüchen und längeren Downloadzeiten zu rechnen. Um 11:25 kam die Meldung
über den komplette Abbruch der Verbindungen. Seltsam, bei meinen Anrufen
hieß es doch immer: Wir haben keine Störungen. Was denn jetzt? Investiere
ich doch mal die paar Mark und rufe einfach mal bei T-Online an. Die
T-Online Hotline teilt mir mit, der Server in Dortmund sei seit dem
05.11.2001 ausgefallen. Mit einer Besserung sei, wenn überhaupt, erst am
späten Nachmittag zu rechnen. *GRRR!!* 19:30 Uhr. Natürlich ist nichts
in Ordnung. Sowohl die Hotline der Telekom als auch die T-Online Hotline
wissen nicht weiter. T-Online will gleich wieder meinen Rechner und die
Hardware konfigurieren. Und die Telekom will mir Samstag um 8:00 Uhr einen
Techniker ins Haus schicken. Es ist mittlerweile 19:18 Uhr. Ich probiere es
noch einmal. HUCH!!!! Ich habe eine Verbindung! Ich fasse es nicht!!!
15.11.2001
Und ich
habe es geahnt. Im Moment überlege ich, ob ich grinsen oder mich ärgern
soll. Mal wieder keine Verbindung. Aber die Anrufe bei den Hotlines gehen
jetzt wesentlich schneller. Man lernt ja dazu und weiß wie man argumentieren
muss. Irgendwie fühle ich mich bei beiden (Telekom und T-Online) schon fast
heimisch ;-)) Die Störungen sind dort natürlich noch nicht bekannt.
Wahrscheinlich bin ich der Erste der die meldet. Die Störungsmeldung wird
aufgenommen und weitergegeben (nach Düsseldorf). Die werden wahrscheinlich
wieder mal die Leitungen prüfen und einen (nutzlosen) Reset machen. Ach so,
es ist 19:40Uhr. (Mal sehen wie schnell sie diesmal reagieren). Na ja,
diesmal die Telekom es innerhalb von zwei Tagen hinbekommen. Vielleicht
haben sie mittlerweile Übung darin ;-)
Heute habe
ich die Antwort auf einen längeren Beschwerdebrief an die Telekom bekommen.
Auszüge findet Ihr
hier.
Eine
Fortsetzung wird es nicht geben. Es tauchen in unregelmäßigen Abständen
immer wieder Zugangsprobleme auf, aber dies jedes Mal zu reklamieren habe
ich aufgegeben. Ich schalte dann auf ISDN um und nach einem oder zwei Tagen
hat die Telekom in der Regel das Problem behoben. Vielleicht ist es ja
Absicht um die Einnahmen aus ISDN zu erhöhen? Wer weiß.
Mittlerweile bin ich übrigens bei Arcor und sehr zufrieden.
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